Nova Scotia Duck Tolling Retriever sind generell robuste und gesunde Hunde, die nicht zum Kränkeln neigen und auch bei Wind und Wetter stundenlange Ausflüge genießen und einfordern.

Aufgrund der negativen medialen Berichterstattung in den vergangenen Monaten über die gesundheitliche Situation beim Toller, gibt es eine offzielle Stellungnahme der DRC-Tollerzüchter, die ich jedem Interessierten nur sehr ans Herz legen kann:

Stellungnahme zur Tollerzucht (PDF, 83 KB)

Die folgenden Erkrankungen treten grundsätzlich selten auf, trotzdem sollte jeder Tollerbesitzer sie kennen, um bei entsprechenden Symptomen schnell reagieren zu können.

Erkrankungen

Steril-eitrige Meningitis-Ateriitis (SRMA)

Diese Autoimmunerkrankung tritt leider beim Toller sehr viel häufiger als bei anderen Rassen auf – nichtsdestotrotz sind erkrankte Hunde Einzelfälle. Obwohl SRMA bislang wenig erforscht ist, so scheint es doch eine erbliche Disposition zu geben. Es kommt zu einer Entzündung der Hirnhäute und teilweise auch der Gelenke, die auf Kortison mit spontaner Besserung reagiert. Diese Erkrankung tritt vorwiegend bei jungen Tollern innerhalb der ersten zwei Lebensjahre auf und manifestiert sich durch hohes Fieber und einer starren Kopf- und Halshaltung mit offenbar großen Schmerzen. Der Hund mag nicht angefasst werden und wirkt apathisch. Bei diesen Symptomen sollten bei jedem Tollerbesitzer sofort sämtliche Alarmglocken schrillen – der Hund gehört umgehend in fachkundige Hände!

Immunbedingte Polyarthritis

Ebenfalls eine Autoimmunerkrankung, die eher bei Tollern mittleren Alters auftritt und schwere Entzündungen der Gelenke zur Folge hat. Der erkrankte Hund hat große Schmerzen und lahmt. Eine Diagnose ist nur mittels Punktion der erkrankten Gelenke möglich.

Progressive Retina Atrophie (PRA)

PRA ist ein fortschreitender Netzhautschwund, der bei betroffenen Hunden früher oder später zur Erblindung führt. Allerdings gibt es mittlerweile einen Gentest für PRA, so dass es Züchtern mittels Auswahl geeigneter Deckpartner möglich ist, die spätere Erkrankung ihrer Welpen auszuschließen.

Collie Augenanomalie (CEA)

CEA ist eine genetische Mutation und betrifft die Entwicklung der Netzhaut, die verschiedenartige Ausprägungen haben kann. Wie auch bei PRA kann man seinen Hund mittlerweile auf CEA testen lassen, so dass die Krankheit beim Toller keine große Rolle spielt.

Hüft- und Ellbogendysplasie (HD/ED)

Von HD/ED sind Toller im Vergleich zu anderen, insbesondere den größeren Rassen, eher seltener betroffen. Diese Fehlausformungen des Hüft- und Ellenbogengelenks haben eine erbliche Komponente und führen zu einer verfrühten Abnutzung der Gelenke, die für den Hund schmerzhaft ist. Zur Vorbeugung von HD/ED sollte man speziell im ersten Lebensjahr darauf achten, dass der Toller schön schlank ist und dass er möglichst wenig springt bzw. Treppen läuft. Ab 12 Monaten sollte man dann seinen Hund röntgen lassen, um den HD/ED-Grad seines Hundes zu erfahren.

Chondrodysplasie (CHO)

Diese mit großer Wahrscheinlichkeit vererbbare Krankheit zeigt sich durch verkürzte Vorder- und Hintergliedmaßen und eine verkrüppelte Vorderhand ("Dackelbeine"). Der gesamte Hund sieht unproportioniert aus: ein langer Rücken und sehr kurze, unförmige Beine. Trotz des oft typischen Erscheinungsbildes kann CHO zweifelsfrei erst mittels einer Röntgenuntersuchung diagnostiziert werden.

Deutscher Retrieverclub

www.drc.de/rassen/ns.html

Das NSDTR-Portal

www.duck-toller.com

Tollernet

www.tollernet.de

Deutsches Tollerforum

www.tollerforum.de