

Nachstehend finden Sie unsere Workingtest-Berichte aus den Jahren 2009 und 2008.
Workingtests
Heidecup 2009
Zwei Teams stehen nebeneinander auf einer Wiese. Es fallen geradeaus ca. 50 m entfernt zwei Schüsse, ein Dummy fliegt in kleinem Bogen in ein Wäldchen schräg neben den Schützen. Dann zwei weitere Schüsse auf 15 Uhr, ein Dummy fliegt auf eine kleine Wiese, die durch einen bewaldeten Knick von unserem Standort abgetrennt ist. Der linke Hund wird geradeaus geschickt, der rechte Hund zum Dummy 2. Dann werden die Plätze getauscht und beide Hunde nacheinander auf die Blinds geschickt. Wir standen rechts und waren somit "Hund 2". Ayita schaute so konzentriert geradeaus, dass sie das 15h-Dummy nicht markierte – aber zum Glück noch den Aufprall hörte. Der andere Hund sprang dann ohne Freigabe ein und war durchgefallen. Als ich Yiti dann nach rechts schickte, zögerte sie, so dass ich ein zweites Kommando brauchte, spurtete dann aber los und fand das Dummy hinter dem Knick sehr schnell. Dann tauschten wir die Plätze und ich schickte geradeaus. Ayita suchte an der Stelle, wo das Dummy hingefallen war, aber das hatte ja der eingesprungene Hund bereits geholt. Da ich auch nicht wusste, wo genau das Dummy liegt, gab mir der Richter einen Tipp und mit 2 Einweisekommandos war Ayita am Dummy. Für uns war das definitiv eine "Zitteraufgabe" und umso mehr freue ich mich über die Punktzahl: 14 von 20 Punkten.
Der Richter umschrieb die Aufgabe sehr schön: "Dies ist eine normale Einzelmarkierung ... ich sage nicht, dass sie einfach ist ..." So war es auch. Ein Einzelmarkierung fällt in kleinem Bogen ca. 40 m entfernt in mittelhohen Bewuchs. Zwischen Hund und Fallstelle sind Dornenbüsche, Totholz, hohe Wiese und vereinzelte Tannen. Die meisten Hunde gingen rechts am schwierigen Gelände vorbei. Da der Wind allerdings von rechts kam, konnten sie das Dummy nur schwer wittern und suchten sich rechts "zu Tode". Wer hätte es gedacht: Ausgerechnet "Prinzessin auf der Dorne" ging tatsächlich geradeaus durch zum Dummy. Sie "fragte" allerdings kurz im Fallbereich, was ich durch die Tannen aber nicht sehen konnte. Dann hatte sie das Dummy gefunden und lief geradeaus zurück ... bedingt durch das Gelände aber nicht im schnellsten Tempo. Trotzdem, viele Hunde sind hier durchgefallen, daher bin ich sehr stolz auf: 17 von 20 Punkten.
Man steht oberhalb von einer Sandkuhle. Auf der anderen Seite auf einem Plateau oberhalb eines steilen Sandabhanges fallen ein Schuss und ein Dummy zwischen lichte Tannen. Nach Freigabe darf apportiert werden. Sobald der Hund wieder sitzt, fällt ein zweites Dummy in ein Gebüsch am Fuße des Abhanges und wird erst beschossen, wenn es fast den Boden berührt. Nach Freigabe darf geschickt werden. Überhaupt kein Problem für uns: 20 von 20 Punkten.
Man steht am Rand eines flachen, stark beschilften Teiches. Es fällt ein Schuss und ein Dummy ins Schilf, das nach Freigabe apportiert werden darf. Als der Hund mit Dummy auf dem Rückweg ist, fällt ein weiterer Schuss und eine Verleitung aufs offene Wasser. Der Hund soll nicht vom Weg abkommen, sondern erst Dummy 1 ausgeben und darf dann zur Verleitung geschickt werden. Das war für uns wieder eine echte Zitteraufgabe. Dummy 1 hatte Ayita recht schnell gefunden und als die Verleitung fiel, blieb sie stehen und guckte, was ich auch erlaubte, denn viele Teams vor uns berichteten, dass die meisten Hunde die Verleitung wegen des vielen Schilfes nicht finden konnten. Ich war ebenfalls schon so auf die Verleitung konzentriert, dass ich "übersah", dass mein Hund das Dummy ablegte und sich schüttelte – WAH!!! Sie nahm dann aber schnell wieder auf und gab mir das Dummy aus und ich schickte auf die Verleitung. Die war leider nicht im offenen Wasser gelandet, sondern im Schilf. Ayita lief am Uferrand hin – und war durch das Schilf für mich außer Sicht, ebenso wie das Dummy. Ich schickte "auf gut Glück" meinen Hund nach rechts ins Wasser, aber sie fand nicht. Der Richter gab mir dann einen Tipp und ich schickte auf die Entfernung Ayita nochmals weiter nach rechts ins Schilf – und JA, da hatte sie das Dummy! Ohne Schütteln verlief diese Dummyausgabe. Ehrlich gesagt, ich hätte uns für diese Aufgabe nicht viele Punkte gegeben, aber ich vermute, da alle Teams hier große Schwierigkeiten hatten, hat der Richter sehr milde gepunktet: 15 von 20 Punkten.
Zwei Teams gehen mit den Hunden frei bei Fuß nebeneinander über eine mittelhohe Wiese mit Totholz. Es fallen zwei Schüsse und zwei Dummys, die die Hundeführer gleichzeitig holen müssen. Dann geht es weiter, es fällt ein Schuss und ein Dummy geradeaus, ca. 30 m entfernt. Der rechte Hund darf zuerst holen, dann werden die Plätze getauscht, es geht weiter bei Fuß und nach Schuss und erneutem Dummy darf auch Hund 2 holen. Ayita und ich waren schon wieder "Hund 2". Die erste Fußphase war supergut, sie klebte an meinem Bein. Nachdem allerdings erst ich und dann Hund 1 schon Dummys holen durften, sah man ihr den Unmut schon deutlich an und so saß sie beim letzten Schuss nicht mehr exakt an meiner Seite, sondern 1 m zu weit vorne. Trotzdem, ich fand, sie hat es toll gemacht: 17 von 20 Punkten.
Ein Dummy mit Schuss kullerte einen Sandabhang hinunter. Dann drehte man sich um 180 Grad und schickte in eine mittelhohe bis hohe Wiese, in der 10 Dummys ausgelegt waren. Drei mussten gebracht werden, dann drehte man sich wieder Richtung Markierung, die nun apportiert werden durfte. Dies war unsere letzte Aufgabe und wir mussten hier 2,5 Stunden warten, bis wir dran waren. Entsprechend müde waren wir, als wir um 16.30 Uhr dann endlich "in die Suche" durften. Aber meine kleine Maus mobilisierte noch mal alles und erledigte superbrav ihren Job: 20 von 20 Punkten. Ohne Worte, Ayita, du bist einfach klasse!
Tollerspecialen Värmland 2009 (Noviceclass)
Frei bei Fuss geht es 10 m zum Ansatzpunkt in einem lichten Wald. Ca. 20 m entfernt liegen zwei Blinds, eines davon soll geholt werden. Tja – unser Tag begann leider mit einem Totalausfall. Ich schickte "voran" – und nix passierte. Zwar weiß ich, dass totale Blinds ohne Schuss oder Geräusch bislang noch nicht Yitis Stärke sind, aber dass sie einfach sitzen bleibt, war mir dann doch neu. Beim zweiten "voran" 2 Hüpfer nach vorne, dann hektisches Geschnüffel am Boden. Die Richterin brach die Übung ab, leider durfte ich Yiti auch nicht noch mit Hilfe zum Erfolg führen. 0 von 20 Punkten.
Frei bei Fuss ging es direkt an die Wasserkante. Es wurde ein Dummy ca 20 m in einen See geworfen, nachdem der Hund apportiert hatte wurde nochmals ein Mark ca. 10 m entfernt ins Wasser geworfen, das ebenfalls geholt werden sollte. Nachdem ich nach Station 3 schon völlig frustriert das Handtuch werfen wollte, arbeite Ayita hier vorbildlich. 19 von 20 Punkten.
In einem sumpfigen Gelände hangaufwärts mit viel Schilf und Totholz sind acht Dummys ausgelegt. Man hat vier Minuten Zeit, beliebig viele Dummys suchen zu lassen. Die Suche, speziell in schwierigem Gelände, ist eigentlich unser "Angstfach". Entsprechend vorsichtig war meine Prognose, was diese Station betraf. Aber Yiti war nun in Topform und holte in den 4 Minuten 6 Dummys. 20 von 20 Punkten.
Eine Markierung wird hangabwärts über einen Bach hinüber geworfen. Mittelhoher Bewuchs, viel Totholz. Nachdem der Hund apportiert hat, folgt eine weitere Markierung, ebenfalls über den Bach, hinter einen Baumstamm. Soll ebenfalls geholt werden. Die erste Markierung hat Yiti leider nicht wirklich mitbekommen und so musste ich sie zurückpfeifen und erneut ansetzen, um sie zum Dummy zu schicken. Die zweite Markierung hat sie perfekt markiert und sofort gebracht. 10 von 20 Punkten.
Ein Schütze steht ca.5 Meter vom Hundeführer entfernt und schießt. Ca. 20 m hinter ihm im Wald fällt ein Dummy. Der Hund wird direkt am Schützen vorbei zum Dummy geschickt. Dann Kehrtwende um 180 Grad und es wird ca. 20 m voran auf ein unbeschossenes Blind geschickt. Klappte sehr gut und bei dieser Station war auch das Blind kein Problem mehr. 18 von 20 Punkten.
Den Heyberg Cup am 25.10.2008 in Twisteden bei Kevelaer
Auf einer großen Wiese ging es ca. 25 m frei bei Fuss, als ein Schuss fiel und ca. 15 m rechts neben uns ein Dummy an den Rand der Wiese. Dann ging es bei Fuss weiter, nach 10 m wurde halbrechts in ca. 50 m Entfernung ein Dummy hinter einen kleinen Wall in ein Birkenwäldchen geworfen. Dann fiel von links ein Schuss und ein Dummy flog auf die Wiese, Entfernung ca. 50 m. Dieses sollte der Hund dann als erstes holen, anschließend das Dummy hinterm Wall und als letztes das Memory am Wiesenrand.
Ayita hatte das letzte Dummy perfekt markiert und sofort geholt. Das Dummy hinter dem Wall hingegen fand sie nicht, somit war diese Aufgabe nicht bestanden. Das Memory holte sie beim 2. Anlauf.
Walk-up mit zwei Gespannen. Direkt hinter den Teams lief eine Helferin, die ein Treiben simulieren sollte und die ganze Zeit mit einem Stock umherfuchtelte und "brrrrr, brrrrr" machte. An einem Wäldchen fielen 4 Schüsse und 4 Dummies in ein Suchengebiet. Jeder Hund sollte abwechselnd 2 Dummies holen. Anschließend wurde einzeln frei bei Fuss ein 5 m hoher, bewachsener Bunker erklommen. Auf den gegenüberliegenden Bunker fiel in hohen Bewuchs ein Dummy, das apportiert werden musste. Dann wurde bei Fuss wieder hinunter geklettert, wobei eine Verleitung mit Brrr-Geräusch direkt neben das Team fiel.
Der Walk-up war katastrophal, sowohl Ayita als auch ich waren von der direkt hinter uns gehenden Helferin sehr irritiert. Bei der abwechselnden Suche zuckte Ayita einmal arg, als der andere Hund startete, so dass ich sie verbal korrigieren musste. Das Fussgehen den Bunker hinauf ging ganz gut, das Dummy überlief Ayita allerdings zuerst, bögelte sich dann aber wieder an die Fallstelle heran. Auf dem Rückweg ließ sie das Dummy einmal fallen. Insgesamt eine sehr schwere Aufgabenstellung, die Ayita zwar bestehen konnte, aber nicht sonderlich gut (die genaue Punktzahl kenne ich leider nicht).
Simulation einer Jagdsituation. Man ging mit dem angeleinten Hund in den Wald, dann fielen 2 Schüsse und ein Jäger kam einem entgegen. Den fragte man, was und wo geschossen wurde. In einem lichten Suchengelände lagen zwei Tauben (Dummies). Der Hund sollte beide Dummies finden und apportieren. Anschließend ging man frei bei Fuss, halblinks fiel eine Markierung in ca. 30 m Entfernung in dornigen Bewuchs. Danach fiel rechts eine Markierung in ähnlichen Bewuchs. Reihenfolge war egal, beide Dummies sollten apportiert werden.
Die Suche meisterte Ayita sehr gut, wobei man ihr schon etwas anmerkte, dass dies bereits die dritte Station war, ich brauchte 2 Extra-Kommandos, um sie zu motivieren. Bei den Markierungen schickte ich sie zuerst auf das halbrechte, weil der Bewuchs dort höher war. Sie hatte perfekt markiert und fand sofort. Das zweite Dummy hatte sie auch gut markiert, aber hier war der Bewuchs deutlich dorniger – Ayita hasst Dornen. Und so schlängelte sie sich im Schneckentempo durchs Gestrüpp, um ja keine Dorne abzubekommen. Insgesamt bestanden, die Punktzahl kenne ich leider nicht.
Startpunkt war auf einer Wiese, eine Markierung mit Schuss fiel in ca. 40 m Entfernung auf ein matschiges Stoppelfeld (30 m Gras, 10 Stoppelfeld), die apportiert werden sollte. Danach ging es frei bei Fuss zu einem zweiten Startpunkt. Dort wurde am Rand des Stoppelfeldes in ca. 30 m Entfernung eine Markierung geworfen, direkt danach noch eine nicht sichtig hinter einen Wall in einen Tümpel. Erst sollte die Landmarkierung geholt werden, dann die Wassermarkierung.
Die Anstrengung des Tages war nun bei Ayita sehr deutlich. Sie überlief das Dummy auf dem Stoppelfeld und suchte und suchte. Ich brach ab und ließ das Dummy erneut werfen, damit mein Hund zum Erfolg kommen konnte. Damit war die Aufgabe nicht bestanden. Bei der zweiten Teilaufgabe holte sie die Landmarkierung problemlos und auch zur Wassermarkierung startete sie prompt. Dann war sie für mich außer Sicht, sie holte dann das Dummy, legte es beim Ausstieg aber ab, um sich zu schütteln. Dann brachte sie es zu mir.
Insgesamt war es ein sehr schwerer Workingtest für mein 18 Monate altes Püppi. Wir haben aber viel gelernt und wissen, wo noch Trainingsbedarf besteht!
Tollarspecialen vom 01. – 03.08.2008 in Stockholm
Hoher Bewuchs, auf einem Hügel, Flugbahn des Dummys war für den Hund nur teilweise sichtig. Entfernung ca 40 m. Ayita ließ auf dem Rückweg das Dummy einmal kurz fallen, deswegen 15 von 20 Punkten.
Bei Fuss zum Wasser gehen, Ansatz direkt am flachen Wassereinstieg. Schuss, Dummy fällt in Schilfnähe (mit Pech trieb es ins Schilf ab). Entfernung ca. 30 m. War kein Problem für Ayita, 20 Punkte.
Dummy fällt ohne Geräusch in mittelhohen Bewuchs vor einem Baum. Dann musste man mit Hund frei bei Fuss um einen Baum herumgehen und ihn anschließend zum Dummy schicken. Entfernung ca 30 m. Ayita war beim Fussgehen recht abgelenkt und brauchte Extra-Ermahnungen, das Dummy fand sie dann aber schnell – 17 Punkte.
Dummy fällt ohne Geräusch in hohen Bewuchs vor einen Baum. Hund hin schicken, während er auf dem Rückweg ist, wird an gleicher Stelle wieder ein Dummy platziert. Hund wird mit "voran" auf das Blind geschickt. Entfernung ca 35 m. Hat Ayita sehr gut gemacht, sie zögerte allerdings, als sie erneut beim Dummy war und ich rief "Apport!" – 15 Punkte.
Suchengebiet 3 x 3 m (!!). 3 kleine rote Dummys werden etwas eingegraben. Der Hund muss im Suchengebiet gehalten werden und soll mit tiefer Nase alle drei Dummys finden. So etwas hatte ich mit Ayita noch nie trainiert, weder das kleine Suchengebiet noch die eingegrabenen Mini-Dummies. Zu meinem Erstaunen verstand sie aber sehr schnell, worum es ging – 19 Punkte.
Insgesamt 86 von 100 möglichen Punkten und damit waren Ayita und ich auf Platz 13 von 93 Startern! Ich war superstolz auf mein kleines Mädchen, mit erst 15 Monaten so eine Leistung!
Facts
Gesundheit
| Dt. Ch. Dewberry's Dual Ayita Paychi | |
|---|---|
| HD | A1/A2 |
| ED | 0/0 |
| PL | 0/0 |
| PRA | carrier |
| CEA | frei |
| Augenuntersuchung | frei 07/2011 |
| Blutuntersuchung | ok 12/2011 |
| Sonstige Erkrankungen | frei |



